Galloways vom Zuchtbetrieb Heins

34. Fleischrindertage 2013

Die 34.Fleischrindertage liegen nun hinter uns.Für Jana die zum aller ersten mal ihre eigene Nachzucht auf einem Wettbewerb(ausnahme von Jungzüchter) zeigte, war das Wochenende ein voller Erfolg.
Schon am Donnerstag Abend beim waschen zeigte Ria sich von ihrer besten Seite.
Nach einer kurzen Nacht ging es für Jana, Ria und Henry nach Verden, vor Ort zeigte sich Rias gelassenes und Schauerfahrenes Verhalten sie ging ruhig vom Anhänger wartete geduldigt auf das wiegen und begab sich dann mit Jana auf ihren zugeteilten Platz. Der restliche Tag verlief sehr friedlich.

Flotte Spätleseauktion
Der Züchterabend anlässlich der Verdener Fleischrindertage ist beliebter Treffpunkt für Fleischrinderspezialisten und Fleischrinderfreunde aus ganz Deutschland und darüber hinaus. So waren auch dieses Mal weit mehr als 800 Gäste mit allerbester Laune in der Niedersachsenhalle in Verden versammelt. Dieser gute Besuch sorgte dann auch für den angebrachten Rahmen zur „Verdener Spätlese“, der traditionellen Abendauktion für ausgesuchte weibliche Spitzengenetik. Vierzehn ausgesuchte Kandidatinnen betraten die Auktionsbühne und sorgten für flotte Gebote. Den Spitzenpreis von 4.000,- € erhielt der Zuchtbetrieb Wortmann aus Sulingen für die typstarke und sehr korrekte Henricke, einer Troja-Tochter, gezogen aus der sehr bewährten und leistungsstarken Henriette, die zudem die derzeit amtierende Bundessiegerin ist. Ein gutes Exterieur und ein erlesenes Pedigree zählten ganz besonders, wenn es um flotte Gebote auf der Verdener Spätlesebühne ging. Der Durchschnittspreis der Auktion lag mit 2.985,- € nur leicht unter dem Spitzenniveau des Vorjahres. In diesem Jahr blieben die meisten Verkaufstiere in Niedersachsen. Einige gingen nach Brandenburg und Bayern

Am frühen Samstag Morgen befanden sich Jana und Henry wieder in der Niedersachsenhalle und bereiteten Ria vor, an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Zuchtbetrieb Kinkhorst da sie uns ihren Föhn geliehen haben . Ria ließ das Striegeln und Föhnen brav über sich ergehen, nachdem auch Jana sich umgezogen hatte hieß es auf Richtung Ring wo bereits die erste Klasse war.
In der ersten Klasse Präsentierten sich Mary Anne, Daylight und Bl.Beverly sich der Juri das Ergebnis sah folgend aus:
200 Marry Anne  Büttemeyer     Schwarz
202 Dylight          Kölling             White red Pointed
203 Bl.Beverly    Schlüter           Schwarz

Dann endlich war Jana mit ihrer Ria dran. Ria presentierte sich laut Richter und vieler Zuschauer als mit ruhigste der gesamten Fleischrindertage auch durch das sehr schöne und harmonische Vorführbild wussten Jana und Ria zu beeindrucken. Nachdem Jana mit Ria ihre Runden(die wirklich schön anzusehen waren)gedreht haben kam es zum Urteil:
208 Ulrieke         Menke  schwarz
205 Ria               Heins     rot!!!!!!
206 Sternchen    Rasch   schwarz
207 Enni              Rasch    schwarz
Jana freute sich sehr über den Erfolg. Ria hat sich anscheinend im Ring sehr wohl gefühlt als sie ihn verließ tat sie es in einem edelen Gang .

In der dritten Klasse ging es heiß herda auch hier sehr hübsche und gute Färsen auf einander trafen auch hier ging alles ohne zwischen fälle.
213 Cinderella     Wiegmann     schwarz
214 Dea               Haase          schwarz
211 Flori              Dwertmann   schwarz
209 Taima           Gerstenkorn  schwarz

Schon die vierte Klasse zog ihre Runden durch die Halle wie in allen Klassen viel es den Richtern nicht leicht eine Siegerin zu bestimmen nach genauen hin sehen fiel das Urteil:
216 Marylin       Kalter             schwarz
219 Tonka        Gerstenkorn  schwarz
215 Antiochia    Menke            schwarz
218 Gesche       Dwertmann  schwarz

Die fünte somit letzte Klasse betrat den Ring bei der Jüngsten fiel es schwer die beste Färse zu bestimmen sie lagen alle relativ dicht zusammen doch die Richter haben sich nach einer Besprechung entschieden.
222 Otilie        Haase           schwarz 
220 Siena       Kalter           schwarz
223 Marissa   Büttemeyer   schwarz
221 Dorle       Schlüter        schwarz

Zum schluss kamen alle fünf 1a Färsen in den Ring. Nun ging es Miss Galloway 2013 und die Resevesiegerin zu finden nach langen Gesprächen fiel das Urteil auf die Kompakte Färse 216 Marylin von Heinricus Kalter Herzlichen Glückwunsch!!
Die Reservesiegerin wurde 213 Cinderella von Friedrich Wiegmann auch hier Herzlichen Glückwunsch.

Engagierte Jungzüchter im Schauprogramm
Im alter von 10-12 Jahren gingen die Jungzüchter in zwei Altersgruppe in den Ring. Die jüngsten wussten sehr viel über ihre Rasse,ihren Betrieb und über ihr Tier auch im Praxis teil bewiesen alle super Vorführ Quallität alle Jungzüchter freuten sich egal ob vorne oder hinte Platziert !!!weiter so!!!
In der dritten Klasse der Jungzüchter waren die 9 besten aus Tarmstedt vertreten im alter von 13-21 Jahren. Hier war es deutlich schwerer ein Sieger zu bestimmen doch letzt endlich wurde Melissa Einemann, 15 Jahre mit Charolais-Färse Lilly Reservesiegerin und Andre Brockmann, 20 Jahre mit Limousin-Bulle Töl Lasse Sieger Herzlichen Glückwunsch an alle Jungzüchter.

Verkaufsbullen im Mittelpunkt
Die Verdener Bullenparade, zu der alle Ia-Bullen im Ring vorgestellt und dann die Siegerbullen ermittelt werden, fand auch zum 34. Fleischrindertag viele Zuschauer. Insbesondere die größeren Rassenblocks erhielten naturgemäß viel Publikumsbeifall während der Vorstellung der Ausnahmeexemplare. Insbesondere die Sammlung der neun Ia-Charolaisbullen, der sechs Ia-Angusbullen und der acht Ia-Limousinbullen waren beeindruckende Bilder, die die Freunde der jeweiligen Rasse und die beteiligten Züchter sicherlich so schnell nicht vergessen werden.
Als es schließlich um den Titel „Mister Verden“ ging und damit der beste Bulle über die Siegerbullen aller Rassen zu bestimmen war, zeigten die Besucher der Niedersachsenhalle, dass dies Bilder sind, die die Freunde der Fleischrinderzucht sehen wollen.
Schwarz-Rot-Gold, so stellten sich die engsten Kandidaten und absolut überzeugenden Sieger der Rassen Angus, Limousin und Charolais von ihrer besten Seite in der Endauswahl vor. Mit einem Vorteil um nur Haaresbreite entschied sich der Ehrengast der Veranstaltung, Albert Schulte to Brinke vom Niedersächsischen Landvolk, schließlich für den Angusbullen Formal O von Timo Oelkers aus Engensen bei Hannover.
Auch der Titel „Mister Verden“ wurde mit einem 500,- € Ehrenpreis der Uelzener Versicherung belohnt.
In hervorragender Weise leitete die Titelvergabe zur Versteigerung des insgesamt 137 Bullen umfassenden Verkaufskontingentes über. Auktionator Torsten Kirstein übernahm damit das Regiment und führte souverän durch eine flotte Auktion. Den Auftakt bildeten vier genetisch hornlos gezogene Fleckviehbullen. Sowohl Sieger, als auch Reservesieger, erzielten Zuschlagspreise von 3.600,- €. Günter Hinck aus Oldendorf bei Stade und Helmut Focke aus Freistatt bei Sulingen erhielten damit den angemessenen Lohn für Ihre sehr guten Bullen. Die beiden folgenden Hereford-Bullen wurden für durchschnittlich 2.400,- € an eine Käufergruppe aus Lettland zugeschlagen. Es folgten sieben sehr gut vorbereitete Galloway-Bullen, von denen sechs für durchschnittlich 2.733,- € verkauft wurden. Der Siegerbulle, ein Palue-Sohn, aus dem Zuchtbetrieb von Friedrich Wiegmann, Sulingen, erhielt den Zuschlag bei 3.000,- €. Den Spitzenpreis von 3.600,- € konnte Dr. Hans-Joachim Fritze aus Driftsethe einfahren. Dieser Bulle ist nicht nur typstark, sondern auch außerordentlich gut bemuskelt und stammt von Eltern mit sehr gutem Exterieur.
Ein Salers- und ein Welsh Black-Bulle wurden anschließend für 2.000,- € bzw. für 2.500,- € zugeschlagen.
Die Qualität der Blonde d`Aquitaine-Bullen war überzeugender als in den Vorjahren und wurde mit einem vollständigen Verkauf der sieben angebotenen Bullen belohnt. Den Spitzenpreis von 4.000,- € erzielte der Zuchtbetrieb Golze aus Dassel für den Sieger der Rasse und hornlos gezogenen GolD Benno, der sich sehr ausgeglichen präsentierte und auf der Vaterseite den homozygot hornlosen dänischen Bullen Bravour aufweist.
Die Rasse Charolais wies, wie im letzten Jahr, wieder ein Auktionskontingent von 46 Bullen aus. 43 davon wurden für einen Durchschnittpreis von 3.049,- € verkauft. Die Spitzenpreise waren für diese Rasse nicht so hoch wie im Vorjahr, der Durchschnittspreis liegt jedoch noch einmal deutlich über der guten Marke des Vorjahres. Den Spitzenpreis der Rasse erzielte Klaus Müller aus Stelle mit dem homozygot hornlosen Ferlin-Sohn Fritze. Hornlose Genetik aus Schweden und aus der eigenen Zucht sorgten für ein begehrliches Pedigree und für 6.300,- € Zuschlagspreis, den die Rinderzucht Schleswig-Holstein in einem spannenden Bieterduell zahlte. Siegerbulle und Reservesiegerbulle der Rasse stammen beide aus dem Zuchtbetrieb Marko Beu, Osterholz-Scharmbeck. Beide Bullen zeigen eine außerordentlich starke Qualität der Rasse, hohe Tageszunahmen, viel Länge in der Mittelhand und starke Bemuskelung in Rücken und Keule. Die Zuschlagspreise für diese beiden Bullen lagen bei 4.400,- € bzw. 3.200,- €. Den höchsten Fleischzuchtwert mit einem RZF von 119 und enorme Entwicklung zeigte der Beethoven-Sohn Bordeaux von Rainer Moormann aus Essen, Cloppenburg. Er ging für 3.000,- € an einen Spitzenbetrieb im Raum Osnabrück. Ein weiterer enorm entwickelter Bulle mit einem sehr guten Zuchtwert von 113 und Spitzentageszunahmen von 1.712 g stellte Diethelm Meyerdierks aus Lilienthal vor. Der Sisteron-Sohn Samson, gezogen aus der Landessiegerin Fabuleux brachte seinem Züchter verdiente 4.000,- € Zuschlagspreis. Ein gutes Exterieur, ein hoher Fleischzuchtwert von 115 und sehr gute Tageszunahmen zeigte auch der Turan-Sohn Tunis, gezogen aus einer Natur-Mutter. Sein Züchter Ernst-August Arndt aus Syke wurde dafür mit einem Zuschlagspreis von 4.600,- € belohnt. Sehr erfolgreich schnitt der Zuchtbetrieb Klaus Müller aus Stelle in diesem Jahr ab. Er erzielte für sechs genetisch hornlos gezogene Bullen, davon vier homozygot, durchschnittlich mehr als 4.200,- €. Insgesamt war zu beobachten, dass Hornlos-Genetik gefragt war und gut bezahlt wurde.
Den flottesten Auktionsverlauf boten in diesem Jahr die Limousin-Züchter in Verden. Alle 42 aufgetriebenen Bullen wurden für durchschnittlich 3.338,- € verkauft. Das ist sowohl von der Anzahl als auch vom Preis eine neue und sehr erfreuliche Bestmarke. Grund für diesen guten Markt waren ein breites Feld sehr leistungsstarker Exterieur-Bullen und die Gebote bekannter Spitzenzuchtbetriebe sowie des Auslandes. Den besten Preis für die Rasse erzielte der Cowboy-Sohn Cowbull aus der Zucht von Jochen Willen, Löningen. Hornlos-Genetik auf der Vaterseite und ein Ausnahme-Pedigree zurückgehend auf die bekannten Vererber Onglett und Daniel auf der Mutterseite sorgten für besondere Attraktivität. Das flotte Bieterduell entschied letztendlich ein bekannter Spitzenzuchtbetrieb aus Sachsen mit 6.300,- € für sich. Der Reservesiegerbulle der Rasse Limousin wurde für seinen sehr guten Fleischzuchtwert von 116, sehr gute Tageszunahmen von mehr als 1.500 g und seine außerordentliche Bemuskelung mit einem Zuschlag von 4.500,- € belohnt. Der Sympa-Sohn Silas, gezogen aus einer Dauphin-Tochter stammt aus dem bekannten Zuchtbetrieb Thomas Kelling, Hoyerhagen, Nienburg. Das interessante Pedigrees belohnt wurden, zeigte der Newcomer Fred Bultmann aus Rehburg-Loccum, mit dem Ulm-Sohn Ulli, der mit einem sehr guten Exterieur glänzte und einen Zuschlagspreis von 4.600,- € erzielen konnte. Der Limousin-Vertreter mit dem besten Fleischzuchtwert von 119, sehr guten Tageszunahmen und der Spitzennote 9 in der Bemuskelung erzielte 4.300,- € Zuschlagspreis und deckt künftig in einer großen niedersächsischen Herde. Leistungsstarke Hornlos-Genetik auf der Vaterseite und eine sehr verlässliche Mutterseite im Pedigree belohnten somit den Züchter Frank Scheffer aus Messingen.
Die Versteigerung der Limousin-Bullen brachte durchweg gute Preise, wobei interessante Abstammungen, verbunden mit leistungsstarker Hornlos-Genetik besonders belohnt wurden.
Der flotte Auktionsverlauf bei den Limousin-Bullen strahlte auch auf den Auktionsverlauf bei den Angus-Bullen aus. Sowohl der Siegerbulle, als auch Reservesiegerbulle erzielten einen Zuschlagspreis von 4.000,- €. „Mister Verden 2013“ und Angus-Siegerbulle Formal O vereinigt Spitzengenetik aus Sachsen auf der Vaterseite und verlässliche Leistungszucht auf der Mutterseite in seinem Pedigree. Dieser Bulle überzeugte durch einen guten Fleischzuchtwert von 111, gute Tageszunahmen und insbesondere hervorragende Bemuskelung. Leistungsstärke zeigte auch der Reservesieger Imper R aus dem Zuchtbetrieb Heinz-Wilhelm Riekenberg, Burgwedel-Engensen, der väterlicherseits kanadische Blutführung aufweist und auf der Mutterseite Fleisch- und Zuchtleistung in sich vereint. Der Reservesieger roter Farbrichtung ist ein hervorragender Werbeträger für seine Zuchtstätte. Beide Spitzenbullen decken künftig in niedersächsischen Betrieben, man darf gespannt auf die Nachzucht sein. Für einen guten Zuschlagspreis von 3.600,- € sorgte auch das Pedigree des Ia-Bullen Right Time von Jörg Fahrenholz aus Schiffdorf, Cuxhaven. Ein Top-Vater aus Dänemark und Exterieur und Zuchtleistung sehr guter Vorfahren auf der Mutterseite, sowie mit 1.513 g die besten Tageszunahmen der Rasse, sorgten für flotte Gebote. Bei der Rasse Angus brachte das insgesamt gute Exterieur der Verkaufsbullen eine ebenfalls gute Nachfrage. Das künftig auch interessante Pedigrees gefragt sein werden, zeigte zum Beispiel der vom Zuchtbetrieb Riekenberg vorgestellte ET-Bulle Kombi R, der für 3.200,- € jetzt in einem Spitzenbetrieb in Mecklenburg decken wird.

Super gelaufen

Der sehr gut besuchte Züchterabend mit einer hervorragenden Grundstimmung bei Kunden und Besuchern, ein volles Haus zur Auktion, schon wieder eine neue Bestmarke im Durchschnittspreis für 132 verkaufte Zuchtbullen stimmt die Beschicker und die Organisatoren des 34. Fleischrindertages äußerst positiv.
Die guten Kontakte und festen Verbindungen, die die Züchter untereinander und auch mit den niedersächsischen Gebrauchsherden haben, trugen besonders zum erfolgreichen Markt bei. Wenn 25 % des Angebotes nach außerhalb des Zuchtgebietes und fast weitere 10 % ins Ausland gehen, ist das ein besonders erfreulicher Indikator für gute Kundenkontakte. Interessante Pedigrees, gutes Exterieur und Leistungsstärke werden von den Käufern geschätzt und belohnt. Zuchtarbeit bedeutet Vorinvestition bei den Züchtern. Diese Vorinvestition wurde anlässlich der 34. Fleischrindertage in Verden belohnt. Dieser Lohn ist gleichzeitig Anreiz auf den eingeschlagenen Weg intensiv weiterzuarbeiten, um attraktiv für Kunden im In- und Ausland und in Zucht- und Gebrauchsherden zu sein.