Galloways vom Zuchtbetrieb Heins

Das Walachenschaf

Das Wallachenschaf ist kleinrahmig und feingliedrig mit langer, grober Mischewolle ursprünglich aus der Slowakei und Tschechien.

Heute lebt ein Bestand von ca. 100 reinrassigen Tieren in Deutschland, im Ursprungsland sind nur noch ca.100 nicht reinrassige Tiere bekannt.
Die Grundfarbe ist weiß, mit schwarzen Pigmentflecken im Gesicht (individuelle Gesichtszeichnung), es sind aber auch braune Tiere bekannt
Der Bock hat 2 spiralig, gewundene Hörnern bis 50 cm Länge, die Muttertiere haben nur 2 kleine Hörnern oder sind Hornlos.

Die Wallachenschafe sind sehr temperamentvoll, scheu und wachsam. Sie sind extrem robust, genügsam und widerstandsfähig gegen Parasiten. Ganzjährige Freilandhaltung ist möglich. Die Tiere sind spätreif und in ihrer Brunst stark vom kurzen Lichttag abhängig. Die Böcke fallen durch ihre spiralig gewundenen Hörnern auf. In ihrer Heimat wurden sie früher gemolken, doch auch Fleisch und Wolle wurden vielfach genutzt, somit ist das Wallachenschaf eine Dreinutzrasse.

Das Wallachenschaf kam mit rumänischen Hirten, im Zuge der Sogenannten Walachen Kolonisation (13.-16. Jahrhundert), aus den Karpaten in die Slowakei. Hier war es über drei Jahrhunderte isoliert und entwickelte sich zu einer eigenständigen Rasse Tschechiens, der Slowakei und Südpolens. Im Rahmen der Planwirtschaft wurde die Rasse durch Einkreuzung von Milch- und Fleischschafen zum Valaskaschaf in der damaligen CSSR und zum Cakiel in Polen um gezüchtet. Durch die Initiative von privaten Züchtern wurde ein kleiner Restbestand aus der Hohen Tatra erhalten. Der Bestand wurde in Deutschland auf über 100 Tiere vergrößert. Seit 1991 finanziert die schweizerische Stiftung Pro Spesie Rara in Tschechien ein Projekt, das ca. 25 Tiere umfasst.

Schulterhöhe: Bock: 70-75 cm, Mutter: 65-70 cm
Gewicht: Bock: 60-80 kg, Mutter: 40-50 kg.

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